Babybrei – Ideen & Tipps

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Vor einigen Wochen habe ich bereits einen Beitrag zum Thema „Erster Brei“ hier im Blog veröffentlicht mit einem Beikostplan und verschiedenen Grundrezepten zum Babybrei kochen. Ich selbst habe mit der Beikost angefangen als mein Sohn knapp sechs Monate alt war und koche den Babybrei selber statt Gläschen zu geben. Erstens weiß ich so genau, was in dem Brei drin ist, dem ich meinem Kind gebe. Und zweitens weigert sich mein Kleiner Gläschen zu essen. Er ist so an den Geschmack meiner Breichen gewöhnt, dass er mir Brei aus dem Gläschen einfach ausspuckt. Den mag er gar nicht, auch andere Gläschenmarken konnten ihn nicht überzeugen. Dabei wäre so ein Gläschen schon praktisch, wenn wir mal unterwegs sind…

Ich habe in den ersten Wochen und Monaten des Beikoststarts viel gelernt. Meine wichtigste Erkenntnis war, dass ich mich nicht so verrückt machen darf. Man darf sich als Mama auch von den Grundrezepten entfernen, sollte viel ausprobieren und nicht gleich in Sorge geraten, wenn das Kind nicht die Mengen ißt, die in den Babyratgebern empfohlen werden. Noch stille ich mein Kind und der Brei ist „Bei-Kost“, der nebenbei zur Muttermilch gegeben wird. Es gibt also keinen Grund sich verrückt zu machen und Angst zu haben, das Kind würde nicht genug Vitamine und Nährstoffe zu sich nehmen, wenn es den Brei mal nicht ganz aufißt. Babys sind kleine Menschen, die nicht jeden Tag gleich viel Hunger haben und die manche Nahrungsmittel bevorzugen und andere Lebensmittel weniger mögen. Das war für mich die wichtigste und schwerste Lektion.

Was ich noch so zum Thema Beikost gelernt habe und welche Tipps ich weitergeben kann, habe ich Euch hier zusammengestellt:

Dünsten statt kochen

Das Gemüse für den Babybrei habe ich anfangs mit einer geringen Menge Flüssigkeit in einem Topf gedünstet, der mit einem Deckel verschlossen wurde. Gedünstet wird bei mittlerer Hitze. Im Gegensatz zum Kochen werden Nährstoffe und Geschmack beim Dünsten besonders gut erhalten. Inzwischen habe ich mir einen Dampfgarer besorgt und bin super happy damit.

Obst schälen und dünsten

Früchte mit Schale sollten – bis das Kind acht Monate alt ist – unbedingt geschält werden, da die Schalen schwer verdaulich sind. Und auch rohes Obst ist für Babys weniger gut verträglich als gegarte Früchte. Deshalb empfiehlt es sich die Früchte vor dem Pürieren zu dünsten oder zu dämpfen.

Trinken nicht vergessen

Wenn die Babys anfangen regelmäßig Brei zu essen, dann ist es wichtig, ihnen auch etwas zutrinken anzubieten. Bei uns gibt es nur Wasser und das schmeckt unserem Sohn auch. Tatsächlich haben wir von Anfang an ihn aus einem Becher ohne Schnabelaufsatz oder ähnlichem trinken lassen. Es klappte erstaunlich gut und so sind wir dabei geblieben. Unterwegs haben wir eine Babyflasche, die mit etwas Wasser gefüllt ist.

Der richtige Löffel

Ich hätte anfangs nie gedacht, wie wichtig ein guter Babylöffel ist! Zum Glück haben wir ganz tolle Löffel geschenkt bekommen, so dass ich den Unterschied erlebt habe. Unsere Lieblingslöffel sind lang und schmal und verändern die Farbe, wenn der Brei zu heiss ist. Mit diesen Wärmesensor-Babylöffeln isst unser Kind seinen Brei am besten. Wir verursachen weniger Kleckerei und der Löffel gleitet super in den kleinen Mund.

Das richtige Lätzchen

Ja, wir haben auch ein Lieblingslätzchen. Und zwar ein Silkonlätzchen! Das lässt sich einfach nach dem Essen abspülen und es führt nicht zu so einer Sauerei wie mit herkömmlichen Lätzchen!

Entspanntes Füttern mit Spaß

Meinem Mann und mir ist es sehr wichtig, dass unser Kind Spaß am Essen hat und dies in einer entspannten Atmosphäre tut. Er sitzt bequem in seinem Stuhl (wir haben uns für den Klassiker Stokke Triptrap entschieden) und wir füttern ihn mit Geduld und netten Worten. Wir lassen ihn sehen, wieviel in seiner Schüssel ist, sagen ihm, was er gerade isst und lassen uns durch nichts aus der Ruhe bringen. Auch wenn mal gekleckert wird oder der Löffel aus Versehen weggebatscht wird. Viel gelacht wird dann immer beim Mundabwischen nach dem Essen, denn wir albern dabei so viel herum, dass alle sich auf den Moment freuen. Und so fällt es auch leichter beim Essen ruhig zu sitzen, denn der Abschluss wird wild und lustig.

Wir als Eltern wünschen uns, dass unser Kind gerne isst, abwechslungsreichen und gesunden Mahlzeiten offen gegenüber steht und möglichst keine Essstörungen entwickelt. Um diese Ziele zu erreichen muss es einfach eine gute Atmosphäre beim Essen geben. Ich habe mich dazu entschlossen selbst Babybrei zu kochen und meinem Baby frische, gesunde und abwechslungsreiche Mahlzeiten zu servieren. Das ist unser Weg und ich fühle mich gut damit.

Feste Zeiten

Ich bin überzeugt davon, dass ein strukturierter Tag und feste Essenszeiten der ganzen Familie helfen, entspanntere Tage zu verbringen. Wir essen täglich zu den selben Zeiten Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Und das klappt nicht nur problemlos, alle Familienmitglieder fühlen sich auch gut dabei und bekommen tatsächlich „pünktlich“ Hunger. Derzeit bekommt bei uns zuerst das Baby zu essen und danach bekommen die „Großen“ ihr Essen.

Selbstgekochten Brei mitnehmen

Wer keine Fertiggläschen füttert, steht schnell vor einer Herausforderung, wenn das Baby außer Haus essen soll oder muss. Selbstgekochter Brei sollte nämlich nicht zu lange ungekühlt bzw. unaufgetaut aufbewahrt werden, weil sich dann schnell Keime bilden.

Wir haben zwei Wege gefunden, dieses Problem zu lösen. Brechen wir früh auf und der Brei soll erst in mehreren Stunden gegessen werden, nehme ich den Brei tiefgefroren mit und transportiere ihn in einer Thermoschüssel, die in einer kleinen Thermotasche mit Kühlakkus steht. Zum Mittagessen kehren wir dann in ein Restaurant o.ä. ein und bitten die Küche den Brei zu erhitzen. Die Kartoffel, die ich dem Brei zugebe, koche ich schon vor, zerdrücke sie mit einer Gabel, gebe Rapsöl dazu und nehme den Stampf dann in einer Tupperschüssel mit, die ich auch in die Thermotasche packe. Vor Ort mische ich dann alles zusammen. Brechen wir nur eine Stunde vor dem Mittagessen auf, nehme ich den fertigen, sehr heissen Brei in einer Thermoschüssel mit.

Nicht immer nur Kartoffel

Zum Beikoststart habe ich immer Kartoffelstampf in den Mittagsgemüsebrei gegeben. Später habe ich dann auch Reis, kleine Nudeln oder Couscous ausprobiert. Meinem Kind schmecken alle Varianten und so kann ich ihm abwechslungsreiche Breis anbieten.

Erstes Fingerfood für Babys

Mit acht Monaten habe ich meinem Kind auch Fingerfood angeboten. Nicht als Breiersatz, sondern zum Naschen während die Großen essen oder für Zwischendurch. Angefangen habe ich mit gekochten Karottenstücken. Und dann habe ich im Laufe der Zeit immer mehr ausprobiert: Weichgekochte Nudel, gekochtes Brokkoliröschen, Gurkenstückchen, kleine Stücke weißes Fischfilet oder Banane. Und als Snack zwischendurch backe ich bis heute Dinkelstangen ohne Zucker und Salz. Die liebt mein Sohn und ich habe immer welche mit dabei, wenn wir unterwegs sind.

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Katharina Kokoska

Mama eines wundervollen Sohnes // Frau eines fantastischen Mannes // Bloggerin // Informatikerin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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