Die erste Zeit mit Baby – was auf die frischgebackene Mama zukommt

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Viele meiner Freunde haben mir den Rat gegeben, mich gut auf die erste Zeit mit Baby vorzubereiten. Und viele Ratschläge haben fast wie eine Warnung geklungen:

👉 Koche richtig viel Essen vor, friere es ein. Zum Kochen wirst du kaum noch kommen!
👉 Sorge dafür, dass Du genug Vorräte hast. Zeit zum Einkaufen wirst du kaum noch haben!
👉 Mache Dich darauf gefasst, ständig müde und überfordert zu sein!
👉 Besorge Trockenshampoo, zum Haarewaschen wirst du kaum noch kommen!
👉 Nichts ist dann mehr wie es vorher war!

All diese Tipps haben mich in der Schwangerschaft ein wenig verunsichert. Auch Sätze wie: „Gegen das erste Babyjahr ist die Schwangerschaft mit dem bisschen Aua, den Beschwerden und der Unbequemlichkeit ein Klacks.“. Das kann einem als Neumama schon Angst machen!

Als es dann endlich so weit war und die Geburt bevorstand, hatte ich diese Sorgen aber zum Glück alle vergessen. Ich war mit den Gedanken rund um die Geburt und die Vorfreude auf unser Kind beschäftigt. Erst als wir nach Hause kamen, fielen mir die vielen Ratschläge wieder ein und hinterließen ein flaues Gefühl. Würde es wirklich so schlimm werden?

Das Wochenbett oder Kindbett

Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt sind das sogenannte Wochenbett oder Kindbett. Es ist die Zeit nach der Entbindung bis hin zur Rückbildung der körperlichen Veränderungen durch Schwangerschaft und Geburt. In dieser Zeit soll die Mutter sich erholen, das Kennenlernen mit dem neuen Familienmitglied genießen und sich ernsthaft schonen. Auch wenn der Haushalt in dieser Zeit etwas zu kurz kommt, nicht verrückt machen, es gibt wichtigeres als ein auf Hochglanz geputztes Zuhause! Am besten viel im Bett liegen, stillen, trinken, essen und wieder stillen. Und ab und zu mal einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen.

Das hat bei uns wirklich gut geklappt. Da mein Mann und ich selbstständig sind und unser Zuhause und unsere Agentur unter einem Dach sind, war ich auch nie alleine mit unserem Sohn und konnte die Zeit bisher sehr genießen. Wir waren alle sehr entspannt und haben uns einfach nur gefreut, endlich zu dritt zu sein. Weder einkaufen gehen (das hat mein Mann übernommen) noch kochen (das wollte ich selbst machen) war schwierig für uns. Natürlich hatten auch wir unsere Probleme. Von einem Krankenhausaufenthalt gleich zu Beginn bis hin zu den ersten sieben Wochen, in denen das Stillen einfach nicht klappen wollte, hatten wir wirklich einige Päckchen zu tragen. Dennoch war unsere Grundstimmung immer von Ruhe, Gelassenheit und Liebe geprägt. Und ich habe es wirklich einfach nur so sehr genossen dieses wunderbare kleine Wesen endlich in unserem Leben zu haben.

Zombie-Mamas

Was hatte ich vor der Geburt Angst vor der bleiernen Müdigkeit, die mich als frische Mama nun die nächsten Monate begleiten würde. Wie fürchtete ich mich davor, Nacht für Nacht das schreiende Kind im Arm zu halten, das uns keinen Schlaf lässt. Ich habe mir vorgestellt, wie ich als übermüdete Zombie-Mama durch die Gegend schleiche. Tatsächlich hat sich das nicht bewahrheitet. Ja, ich bin nicht perfekt ausgeschlafen! Aber von einem übermüdeten Zombiezustand bin ich zum Glück weit entfernt!

Meine 3 Tipps für bessere Nächte als Mama eines Babys:

👉Das Baby sollte in einem Beistellbett schlafen – Matratze an Matratze zum Elternbett. Dann schläft es ruhig im eigenen Bett, ist aber dennoch nur eine Armlänge von Mama oder Papa entfernt. Keine Nachtwanderungen, um das Kind zu füttern. Jeder liegt auf seiner Matratze in seinem eigenen Bett und stört den anderen nicht beim schlafen.
👉Als Mama gehe ich früh ins Bett. Durch das nächtliche Stillen wird mein Schlaf gestört. Aber ich selbst sorge durch zeitiges Insbettgehen dafür, dass ich dennoch genug Schlaf bekomme.
👉Rituale helfen Kindern beim Einschlafen. Wir hatten von Anfang an ein Abendritual: Baby waschen und in den Pyjama stecken. Licht ausmachen bis auf eine kleine Nachtlampe. Stillen im Bett. Wiegenlieder singen. Baby in den Schlafsack stecken und ins Babybett legen.

Fazit

Mein Sohn ist inzwischen über vier Monate alt und ich bin weder eine todmüde Zombie-Mama, noch fühle ich mich meinen Aufgaben als Mutter aufgrund von Müdigkeit nicht gewappnet. Jetzt im Sommer sind die Nächte heißer und mein Baby möchte deshalb öfter an die Brust. Das schlaucht und ich fühle mich natürlich etwas gerädert. Auch gibt es vereinzelt Nächte oder Tage, die besonders anstrengend sind, weil der Kleine mehr weint und schreit. Das ist meistens dann der Fall, wenn mein Kind einen Entwicklungssprung macht und deshalb Nähe und Trost bei mir sucht. Oder weil mein Kleiner mal Bauchweh oder andere Beschwerden hat.

Im Großen und Ganzen ist der Alltag mit Baby aber weniger anstrengend und kräftezehrend als ich befürchtet habe. Ich schlafe keine acht Stunden am Stück und ich bin nicht jeden Tag perfekt gestylt, aber ich fühle mich gut. Ob es nun daran liegt, dass wir mit unserem Kleinen einfach Glück haben oder ob unsere generelle Gelassenheit auf das Kind übergeht und wir deshalb vom nächtelangen Babygeschrei verschont geblieben sind, kann ich nicht beantworten. Aber ich möchte allen Frauen, die mit ihrem ersten Kind schwanger sind, Mut machen! Lasst Euch nicht verunsichern! Die erste Zeit mit Baby ist wunderschön! Freut Euch einfach darauf und lasst alles weitere auf Euch zukommen!

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Katharina Kokoska

Mama eines wundervollen Sohnes // Frau eines fantastischen Mannes // Bloggerin // Informatikerin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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